Friedrich Wilhelm Baron Reis v. EISENBERG:
REITKUNST IN VOLLENDUNG: Klassisches Pferdewissen von 1727. Neu-Ausgabe in modernem Deutsch mit
55 Farb-Kupferstichen. Herausgeber: Dr. Werner Poscharnigg
Friedrich Wilhelm Baron Reis v. EISENBERG (1700-70) aus Sachsen-Weimar, studierte bei Regenthal
am Kaiserhof in Wien und wirkte als Oberbereiter an den Höfen von Neapel und der Toskana. 1727
publizierte Eisenberg in London „Description du manège moderne dans sa perfection“, ein
erfolgreiches Werk, das er den Königen Ludwig XV. von Frankreich und George II. von England
widmete. („Beschreibung der modernen Reitkunst in ihrer Vollendung.“) Zu den vielen
Subskribenten zählte der Hochadel Europas, der das Buch offenbar als Pflichtlektüre des
eleganten Kavaliers betrachtete. Die höchst dekorativen Abbildungen in seiner Reitlehre waren
gestochen von Bernard Picart, nach Zeichnungen Eisenbergs.
Jede Schule in diesem absolut lesenswerten, feinen Reitbuch wird meist einmal mit Kappzaum, dann
mit Kandare beschrieben. Je später Pferde angeritten werden – frühestens mit vier Jahren –,
desto länger und besser halten sie. Eisenberg rät zu sanfter Klugheit besonders bei feurigen
Tieren, denen auch nicht zu viel Training zugemutet werden soll, um sie nicht unwillig zu
machen. Alle Hilfen müssen, wenn das Pferd darauf reagiert, sofort abgesetzt werden, damit das
Ziel, ein möglichst bewegungslos im Sattel sitzender Reiter auf einem feinfühligen Ross,
erreicht wird. Eisenberg beschreibt übrigens die Schule „Schulter herein“, bevor Guérinière sie
1733 erwähnte.
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EDITION
WERNER
POSCHARNIGG
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Gebundenes Buch:
Seitenzahl: 147 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungstermin: 14. Dezember 2024
Abmessungen: 20.96 x 1.37 x 27.94 cm
ISBN-13 979-8303643765
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